Die 10. Klassen besuchten am Projekttag im November die Gedenkstätte des Konzentrationslagers in Dachau, in dem von 1933 bis 1945 politische Häftlinge inhaftiert waren.
Die Schüler und Schülerinnen wurden durch Mitarbeiter der Gedenkstätte auf dem Appellplatz begrüßt, bevor die Führung auf dem Außengelände startete. Während des Rundgangs über das Areal wird deutlich, unter welch unmenschlichen Bedingungen die Häftlinge dort leben mussten. Die Jugendlichen erhielten viele interessante Informationen über das Zusammenleben der KZ-Häftlinge und konnten in einer nachgebauten Baracke zum Beispiel erleben, wie beengt und menschenunwürdig die Schlafmöglichkeiten waren.
Der Besuch macht klar, dass das Konzentrationslager Dachau, nicht nur ein Ort der Vergangenheit ist, sondern auch eine Mahnung für die Gegenwart. Er zeigt, wie schnell Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit zerstört werden können, wenn Ausgrenzung, Hass und Gleichgültigkeit überhandnehmen. Die Auseinandersetzung mit diesem Ort fordert dazu auf, Verantwortung zu übernehmen – für ein respektvolles Miteinander und für das Eintreten gegen Diskriminierung und Extremismus. Die Gedenkstätte erinnert uns somit daran, dass „Nie wieder“ kein leerer Satz sein darf, sondern eine Aufgabe, die jede Generation neu annehmen muss.